Schutzimpfungen im Überblick

Alles über die häufigsten Schutzimpfungen für Kinder und Jugendliche im Überblick.

Impfung Kind

Um Eltern und Kinderärzten die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Impfung zu erleichtern, wird von der Ständigen lmpfkommission (STIKO) des Bundesgesundheitsamtes regelmäßig ein Impfplan veröffentlicht. In ihm werden die empfohlenen Impfungen und ihr günstigster Zeitpunkt genannt. Die sogenannten offiziellen Impfempfehlungen hat die STIKO zuletzt im August 2020 aktualisiert.

Die meisten Schutzimpfungen werden mittlerweile als Kombinationsimpfstoffe gespritzt, um die Zahl der Injektionen möglichst gering zu halten. Klassische Kombinationsimpfstoffe sind:

  • Masern/Mumps/Röteln (MMR)
  • Diphtherie/Tetanus/Pertussis (DTaP)

In der Kinderarztpraxis werden aber zunehmend auch Fünf- und Sechsfachimpfstoffe verwendet (z.B. Diphtherie/Tetanus/Pertussis/Polio/Hib = Fünffachimpfstoff).

Diphterie

Diphtherie ist in Westeuropa selten geworden, kommt jedoch z.B. in Osteuropa noch häufig vor. Durch die Öffnung des Ostblockes tritt Diphtherie auch hier wieder vermehrt auf.

Mögliche Komplikationen der Krankheit: Die Diphtherie-Bakterien bilden einen hochgiftigen Stoff (Toxin), der schwere Organschäden vor allem an Herz, Leber und Nieren auslösen kann. Auch lebensbedrohliche Atemlähmungen sind möglich.

Diphtherie-Impfung

  • Schutzwirkung: 100 Prozent
  • Schutzdauer: nach vollständiger Grundimmunisierung 10 Jahre
  • Säuglinge: 2 Impfungen mit 2 und 4 Monaten, eine abschließende 3. Impfung zur Grundimmunisierung im Alter von 11; zwischen der 2. und der 3. Impfung wenigstens 6 Monate Abstand
  • Frühgeborene: zusätzliche Impfstoffdosis im Alter von 3 Monaten, insgesamt also 4 Impfstoffgaben.
  • Komplikationen der Impfung: Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle. Ältere Menschen vertragen die Impfung schlechter als Kinder.


Ausführliche Informationen im Krankheitsbild Diphtherie

Keuchhusten

Pertussis (Keuchhusten) ist eine schwere und langwierige bakterielle Erkrankung. Besonders bei Babys kann es zu Erstickungsanfällen kommen.

Keuchhusten-Impfung

  • Schutzwirkung: mehr als 80 Prozent
  • Schutzdauer: nach vollständiger Grundimmunisierung und Auffrischungsimpfungen im Kindesalter maximal 20 Jahre
  • Säuglinge: im Alter von 2 und 4 Monaten je eine Kombinationsimpfung mit Diphtherie und Tetanus (aktualisierte Empfehlung August 2020), 3. Impfung mit 11 Monaten zur Komplettierung der Grundimmunisierung, mindestens 6 Monate zwischen der 2. und 3. Impfung
  • Frühgeborene: zusätzliche Impfstoffdosis im Alter von 3 Monaten, insgesamt also 4 Impfstoffgaben.
  • Auffrischung Kinder: zwischen dem 5. und 6. Lebensjahr bzw. vor der Einschulung sowie zwischen dem 9. bis 17. Lebensjahr
  • Mögliche Komplikationen der Impfung: teilweise hohes Fieber, Schmerzen an der Einstichstelle oder Krämpfe können auftreten. Seit kurzen gibt es einen neuen Keuchhusten-Impfstoff, der statt der abgetöteten Keime nur noch bestimmte Bakterienbestandteile (sog. azellulärer Impfstoff) enthält und dadurch wesentlich besser verträglich ist.

Ausführliche Informationen im Krankheitsbild Keuchhusten

Wundstarrkrampf (Tetanus)

Tetanus-Bakterien setzen ein Gift frei, das zu Verkrampfungen der Muskulatur bis hin zum Tod durch Atemlähmung führen kann. Die Bakterien leben in Erde und Schmutz und gelangen über Verletzungen in die Haut. Gefährdung durch die Krankheit: ca. 50 Prozent der Erkrankten sterben an Tetanus.

Tetanus-Impfung

  • Impfschutz: nach vollständiger Grundimmunisierung und fristgerechter Auffrischungsimpfung 100 Prozent
  • Schutzdauer: nach Grundimmunisierung und Auffrischung etwa 10 Jahre
  • Säuglinge: Grundimmunisierung in Kombination mit Diphtherie und Pertussis (DPT-Impfung) oder weiteren Impfstoffen laut jüngster Impfempfehlung des RKI vom August 2020 mit 3 Impfdosen; 2. , 4.  und 11. Monat, 3. Impfung frühestens 6 Monate nach der 2.
  • Auffrischungsimpfungen: Vorschulalter sowie zwischen 9. und 16. Lebensjahr, danach mindestens alle 10 Jahre.
  • Mögliche Komplikationen der Impfung:
  • Rötung oder Schwellung der Einstichstelle. Lymphknotenschwellung oder allergische Reaktionen sind möglich.

Ausführliche Informationen im Krankheitsbild Wundstarrkrampf

Kinderlähmung (Polyomelitis)

Seit Erfindung der Schluckimpfung (1962) kommt diese Krankheit bei uns nur noch selten vor. In Entwicklungsländern hingegen tritt die Krankheit wegen mangelnder Hygiene und fehlenden Impfschutzes noch häufig auf und kann somit durch Fernreisetouristen eingeschleppt werden. Ziel ist es, Polio weltweit auszurotten.

Übertragung: Die Übertragung der Polio-Viren erfolgt von Mensch zu Mensch. Die Erreger vermehren sich nach der Aufnahme im Darm und gelangen von dort über das Blut in das zentrale Nervensystem. Oft bleibt die Krankheit völlig unbemerkt oder äußert sich durch harmlos erscheinende Beschwerden wie Fieber, Atemwegskatarrh oder Durchfall.

Mögliche Komplikationen der Krankheit: Die Kinderlähmung kann zu Nervenlähmungen führen, die bewegungsunfähig machen.

Kinderlähmung-Impfung

  • Schutzwirkung: 100 Prozent nach vollständiger Grundimmunisierung
  • Schutzdauer: nach Grundimmunisierung und Auffrischung etwa 10 Jahre
  • Säuglinge: bei Verwendung von Mehrfachimpfstoffen 3 Impfungen im Alter von 2, 4 und frühestens 10 Monaten (neu seit August 2020)
  • Auffrischung Kinder: zwischen dem 9. und 17. Lebensjahr; bei Verwendung von Vierfach-Impfstoffen nach 10 Jahren, immer vor Reisen in Endemiegebiete, wenn die Grundimmunisierung oder Auffrischung mehr als 10 Jahre zurückliegt
  • Komplikationen der Impfung: Allgemeinreaktionen des Körpers und der Haut und Reaktionen an der Einstichstelle.

Ausführliche Informationen im Krankheitsbild Kinderlähmung

Haemophilus influenzae Typ b (Hib)

Das Bakterium Haemophilus influenzae Typ b (Hib) ist für gesunde Erwachsene und ältere Kinder ungefährlich, kann aber bei Säuglingen und Kleinkindern zu schweren Erkrankungen führen.

Mögliche Komplikationen der Krankheit: Es können eitrige Gehirnhautentzündungen mit Langzeitfolgen oder lebensbedrohliche Entzündungen des Kehlkopfdeckels (Epiglottitis) bei Kindern unter 5 Jahren auftreten.

Haemophilus influenzae Typ b (Hib): Impfung

  • Schutzwirkung: nach vollständiger Impfserie 95 Prozent
  • Schutzdauer: mehrere Jahre. Ob Wiederholungsimpfungen sinnvoll sind, kann aufgrund unzureichender Datenlage derzeit nicht beurteilt werden.
  • Säuglinge: 3 Impfungen ab vollendetem 2. Lebensmonat (laut der im August 2020 aktualisierten Empfehlung), die ersten beiden Impfungen mit 2 und 4 Monaten. Die 3. Impfung wird für den 11. Lebensmonat empfohlen, soll aber wenigstens 6 Monate nach der 2. Impfung erfolgen.
  • Für Frühgeborene empfiehlt die STIKO eine zusätzliche Impfstoffdosis im Alter von 3 Monaten, insgesamt also 4 Impfstoffgaben.
  • Ausnahme-Empfehlung: für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die keine oder eine nicht ausreichend funktionsfähige Milz besitzen.
  • Komplikationen der Impfung: Rötung und Schwellung an der Einstichstelle, Fieber und Hautausschläge.

Ausführliche Informationen im Krankheitsbild Haemophilus influenzae

Hepatitis B (HB)

Hepatitis B ist eine schwerwiegende Lebererkrankung, die oft chronisch verläuft. Übertragen werden kann die Erkrankung durch Hepatitis-B-Virusträger (Blut und Körperflüssigkeiten, nicht aber Stuhl/Urin). Da die Impfung erst seit 1995 in den Impfkalender für Kinder aufgenommen wurde, gibt es viele noch nicht geimpfte Jugendliche in Deutschland. Für diese wird die nachträgliche Hepatitis-B-Impfung unbedingt empfohlen, insbesondere deshalb, weil man die höchsten Erkrankungszahlen bei Heranwachsenden und im frühen Erwachsenenalter findet (wechselnde Sexualkontakte usw.).

Mögliche Komplikationen der Krankheit: Je nach Alter der Kinder verläuft die Hepatitis-B-Infektion in bis zu 90 Prozent der Fälle - und eine chronische Erkrankung führt in bis zu 25 Prozent der Fälle zum Tode.

Hepatitis B-Impfung

  • Schutzwirkung: nach vollständiger Grundimmunisierung 100 Prozent.
  • Schutzdauer: mindestens 15 Jahre, wahrscheinlich lebenslang
  • Säuglinge und Kleinkinder: bei Verwendung von 6-fach Kombinationsimpfstoffen mit Pertussiskomponente werden 4 Impfungen im Alter von 2, 3, 4 und 11 bis 14 Monaten; Hepatitis-B-Einzelimpfstoff: 2. Impfdosis im Alter von 3 Monaten kann entfallen (beschleunigtes Impfschema individuell möglich)

 Ausführliche Informationen im Krankheitsbild Hepatitis B

Masern

Das Masernvirus führt zu Schnupfen, Husten, Fieber und Hautausschlag. Komplikationen der Krankheit: Es können Entzündungen von Lunge, Mittelohr und Gehirn auftreten.

Masern-Impfung

  • Schutzwirkung: nahezu 100 Prozent nach vollständiger Grundimmunisierung
  • Schutzdauer: lebenslang
  • Säuglinge: laut aktualisierter offizieller Impfempfehlung (August 2020) 2 Impfungen im Alter von 11 und 15 Monaten. Erst mit der 2. Impfung ist die Grundimmunisierung gegen Masern abgeschlossen. Die Grundimmunisierung soll idealerweise bis zum 18. Lebensjahr komplettiert sein.
  • Komplikationen der Impfung: Hautausschläge, Fieber und selten Gehirnhautentzündungen.

Ausführliche Informationen im Krankheitsbild Masern

Mumps

Mumps ist eine in der Regel nicht schwerwiegende Viruserkrankung, die zu einer schmerzhaften Schwellung der Ohrspeicheldrüsen führt.

Komplikationen: Mumps kann Hirnhautentzündungen, Bauchspeicheldrüsenentzündungen, Eierstockentzündungen und Hodenentzündungen mit den entsprechenden Risiken begünstigen.

Mumps-Impfung

  • Schutzwirkung: 90 bis 95 Prozent nach vollständiger Grundimmunisierung
  • Schutzdauer: mindestens 20 Jahre nach vollständiger Grundimmunisierung (in jüngster Zeit wurden vermehrt Mumps-Fälle trotz vollständiger Grundimmunisierung bei jungen Erwachsenen beobachtet
  • Säuglinge: seit August 2020 zwei Dosen MMR-Vakzine im Alter von 11 und 15 Monaten
  • Komplikationen der Impfung: Komplikationen der Impfung treten in der Regel keine auf. Selten wurde der Ausbruch der Zuckerkrankheit (Diabetes) im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung beobachtet.

Ausführliche Informationen im Krankheitsbild Mumps

Röteln

Röteln sind eine für Kinder meist harmlose Viruserkrankung, die zu einem charakteristischen Hautausschlag führen kann. Erkrankt hingegen eine Schwangere an Röteln, kann es zu schweren Missbildungen des Embryos kommen.

Röteln-Impfung

  • Schutzwirkung: praktisch 100 Prozent nach 2 Impfungen
  • Schutzdauer: lebenslang (sicherheitshalber Prüfung vor Schwangerschaften)
  • Säuglinge: aktualisierte offizielle Impfempfehlung (August 2020) 2 Masern-Mumps-Röteln (MMR) Impfungen im Alter von 11 und 15 Monaten.
  • Nachholen 2. MMR-Impfung: bis Schuleintritt, spätestens 18. Lebensjahr, Frauen im gebärfähigen Alter auch später.
  • Komplikation der Impfung: Fieber oder ein leichter Hautausschlag können auftreten. Bei Frauen können rheumaähnliche Schmerzen auftreten.

Ausführliche Informationen im Krankheitsbild Röteln

Windpocken

Windpocken werden durch Varizellen ausgelöst. Zur Vorbeugung gegen Windpocken wird vom RKI eine Impfung empfohlen, die unter die Haut oder in einen Muskel (meistens in den Oberarm) gespritzt wird. Je nach verwendetem Impfstoff ist eine gleichzeitige Impfung gegen Mumps, Masern und Röteln (MMRV-Impfstoff) möglich.

Windpocken-Impfung | Varizellen-Impfung

  • Schutzwirkung: nach vollständiger Grundimmunisierung zwischen 70 und 90 Prozent, milder Verlauf bei 95 Prozent aller geimpften Erkrankten
  • Schutzdauer: lebenslang
  • Säuglinge: 1. Impfung im Alter von 11 bis 14 Monaten - entweder als gemeinsame Mumps-Masern-Röteln-Varizellen Impfung (MMRV-Impfung) oder frühestens 4 Wochen nach einer MMR-Impfung, Mindestabstand zwischen zwei Impfungen (Varizellen-Einzel-Impfstoff oder MMRV-Kombi-Impfstoff) 4 bis 6 Wochen (je nach Fachinformation)
  • Nachholimpfungen: bei allen ungeimpften Kindern ohne durchlaufende Windpockenerkrankung mit 2 Impfdosen sowie bei allen nur einmal geimpften Kindern und Jugendlichen.

Ausführliche Informationen im Krankheitsbild Windpocken

Pneumokokken

Pneumokokken werden per Tröpfcheninfektion übertragen und sind oft in der Nasen-Rachenschleimhaut vorhanden, ohne dass sie Krankheitssymptome wie Mittelohrentzündung, Lungenentzündung oder Hirnhautentzündung auslösen. Gefährdet sind jedoch Kleinkinder mit Grunderkrankungen sowie ältere oder immungeschwächte Personen. Die sowieso schon kranken Kinder erleiden bei Ansteckung meist Mittelohrentzündungen mit Komplikationen, bei Senioren bzw. immungeschwächten Erwachsenen ist die Lungenentzündung (Pneumonie) das häufigste Krankheitsbild. Da bei allen 3 Gruppen jeweils auch ein tödliches Risiko besteht, wird die Pneumokokkenimpfung allen Personen über 60 Jahren empfohlen, außerdem für alle Kinder, Jugendliche und Erwachsenen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens wie:

  •     chronische Lungenerkrankungen
  •     Herz-Kreislauferkrankungen
  •     Leber- und Nierenerkrankungen
  •     Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten

Komplikationen der Erkrankung: Hirnhautentzündung, Herzbeutelentzündung, Blutvergiftung; hohes Todesrisiko bei gefährdeten Personen.

Pneumokokken-Impfung

  • Impfschutz: nach vollständiger Grundimmunisierung 100 Prozent
  • Schutzdauer: mindestens 9 Jahre, Auffrischung nach 5 Jahren bei angeborenen oder erworbenen Immundefekten oder Nierenkrankheiten
  • Säuglinge: 3 statt 4 Impfterminen (neu seit 2015), neu seit August 2020: 1. Impfung mit 2 Monaten, 2. Impfung 2 Monate später, 3. Impfung mindestens 6 Monate später;
  • Frühgeborene: zusätzliche Impfstoffdosis im Alter von 3 Monaten, insgesamt also 4 Impfstoffgaben (seit August 2020)
  • Grundimmunisierung vor dem 2. Lebensjahr (U7) abschließen

Ausführliche Informationen im Krankheitsbild Lungenentzündung

Meningokokken

Meningokokken werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Die Bakterien siedeln sich im Nasen-Rachen-Raum an. Nicht jeder Träger erkrankt, kann aber andere anstecken.

Meningokokkeninfektionen treten am häufigsten im 1. Lebensjahr und bei Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren auf. Das Erkrankungsrisiko steigt durch Rauchen, Alkohol, Aufenthalt in engen Räumlichkeiten oder mit gemeinsamen Schlafgelegenheiten.

Eine Menigokokkeninfektion beginnt mit hohem Fieber, Erbrechen, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit und kann eine Hirnhautentzündung auslösen. Eine Impfung wird empfohlen bei Reisen in besonders gefährdete Gebiete, besonders bei engem Kontakt zur heimischen Bevölkerung, bei Schüler- oder Studentenreisen in Länder, in denen nicht gegen Meningokokken geimpft wird und bei besonderer gesundheitlicher Gefährdung (Immundefekte, Asplenie, Hypogammaglobulinämie) sowie bei gehäuftem Krankheitsausbruch, z.B. in Kindereinrichtungen, Schüler-Wohnheimen, Internaten auf Empfehlung der Gesundheitsämter.

Komplikationen der Erkrankung: Hirnhautentzündung, Blutvergiftung mit Todesrisiko, Hörstörungen, Hirnnervenlähmungen, Entwicklungsstörungen.

Meningokokken-C-Impfung

  • Impfschutz: kein Komplettschutz gegen alle Meningokokken
  • Schutzdauer: ca. 3 Jahre
  • Säuglinge: Der konjugierte Meningokokken-C-Impfstoff wird in Deutschland von der Ständigen Impfkommission (STIKO) laut der jüngsten Aktualisierung der Impfempfehlungen vom August 2020 für alle Kinder im Alter von 12 Monaten empfohlen und nicht mehr erst nach Beginn des 2. Lebensjahres. Entsprechende Meningokokken-C-Konjugatimpfstoffe sind für Kinder ab dem 2. Lebensmonat zugelassen.
  • Nicht erfolgte Impfungen können bis zum 18. Lebensjahr nachgeholt werden.

Ausführliche Informationen im Krankheitsbild Meningokokken-Meningitis (Hirnhautentzündung)

Humane Papillomviren (HPV-Impfung)

Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Institutes empfiehlt die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV-Impfung) für alle Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 9 und 14 Jahren. Die HPV-Impfung vermeidet Feigwarzen und senkt das Risiko für Gebärmutterhalskrebs erheblich.

Die Immunisierung sollte spätestens mit dem 17. Lebensjahr bzw. vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen sein.

Ausführliche Informationen in den Krankheitsbildern Feigwarzen sowie Gebärmutterhalskrebs

Rotaviren

Rotaviren sind die häufigste Ursache für Durchfälle bei Kindern (virale Gastroenteritis oder Pädiatrische Rotavirus-Gastroenteritis, PRG). Beim Rotavirus handelt es sich um einen äußerst ansteckenden Erreger, der sich schnell ausbreitet. Übertragen wird er fäkal-oral, also als Schmierinfektion von infiziertem Kot über Gegenstände und die Hände in den Mund.

Rotavirus-Impfung

  • Schutzwirkung: Risikominderung für schwere Rotavirus-Gastroenteritis um 90 Prozent
  • Schutzdauer: 2 bis 3 Jahre
  • Säuglinge: ab einem Alter von 6 Wochen im Abstand von je 4 Wochen bis zu 3 Impfstoffdosen (je nach Impfstoff, neu seit August 2020)

Ausführliche Informationen im Krankheitsbild Rotavirus

Autor: Charly Kahle, Redaktion Meine Gesundheit

Stand: 04.10.2020

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